Allgemeine  Neuigkeiten aus unserem Hause


Der Saisonstart 2019-20 steht bevor und die Proben zu "Thea Witt maakt nich mit!" sind in vollem Gang - schließlich ist die Premiere am Samstag, 12. Oktober 2019 um 19.30 Uhr.

Hier kommt ein kleiner Einblick:


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Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung (MV) am 19. Juni 2019
wurde der Vorstand des Theatervereins Süsel e.V. wie folgt gewählt:


Bei den turnusgemäßen Wahlen wurde Günter Kühl einstimmig zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt, da Jörn Hilbrecht sich nach vier Jahren Vorstandstätigkeit als erster Vorsitzender nicht zur Wiederwahl stellte. Dieter Kühl wurde einstimmig für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Kassenwart bestätigt. Marion Rumpel stellte sich nach 16 Jahren nicht zur Wiederwahl. Ihr Amt übernimmt Sylvia Bliemeister, die einstimmig als neue Beisitzerin gewählt wurde. Für die vakante Stelle von Günter Kühl als ehemaliger Beisitzer wurde Brigitte Barmwater einstimmig für ein Jahr in den Vorstand gewählt.
Mit der
Kassenprüfung beauftragte die Versammlung für zwei Jahre einstimmig Karin Schröder.
Die
Geschäftsführerin Anne Henningsen, der 2. Vorsitzende Volker Paulsen und Detlef Storm als Beisitzer wurden auf der vorherigen Mitgliederversammlung am 20. Juni 2018 für weitere zwei Jahre gewählt. Bei dieser MV wurde Heike Driedger für zwei Jahre einstimmig mit der Kassenprüfung beauftragt.

 

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von links: Sylvia Bliemeister (Beisitzerin) - Detlef Storm (Beisitzer) - Anne Hennigsen (Geschäftsführerin) - Dieter Kühl (Kassenwart) - Günter Kühl (1. Vorsitzender) - Volker Paulsen (2. Vorsitzender) - Es fehlt Brigitte Barmwater.

Anne Henningsen bedankte sich mit einer Laudatio bei
Jörn Hilbrecht für seine Vorstandstätigkeit als 1. Vorsitzender
und verabschiedete ihn somit aus dem Vorstand


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Im Anschluss wurde Karin Schröder für ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum
mit einer Laudatio von Dieter Kühl geehrt:

Herzlichen Glückwunsch an Karin Schröder
zu ihrem 40-jährigen Bühnenjubiläum bei der NDB Süsel:


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Uwe Jungenkrüger wurde für sein 10-jähriges Bühnenjubiläum
mit einer Laudatio von Jörn Hilbrecht geehrt:

Herzlichen Glückwunsch an Uwe Jungenkrüger
zu seinem 10-jährigen Bühnenjubiläum bei der NDB Süsel:


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Theatertage in Molfsee - 
unsere Kulturbanausen waren dabei! 
  

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Im Freilichtmuseum Molfsee fanden vom
12. bis 16. Juni die 28. Niederdeutschen Theatertage statt.
Ausgewählte Bühnen des Niederdeutschen Bühnenbundes Schleswig-Holstein haben einen abwechslungsreichen Einblick in die Vielschichtigkeit des niederdeutschen Theaterschaffens geboten.


Und unsere Kulturbanausen
waren am 16. Juni 2019 dabei:

Kulturbanausen der NDB Süsel mit

"Dornröschen, or wat in de Twischentiet in de Köök passeert is"
Eigenproduktion von Silke Bock, nddt. Volker Paulsen

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                                                                            © Bernd Viertel

und 
 
"Keen springt an`n höchsten?"

frei nach Astrid Lindgren
von Silke Bock, niederdeutsch Volker Paulsen


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© Bernd Viertel
weitere Infos und viele Fotos hier
 



Aus dem reporter Eutin am 08. März 2019:

"Blauer Brief für eine Lehrerin?"


Die Lehrerin Frau Müller (Christiane Benn, Mitte) hat einen festen Standpunkt. Kann sie ihn gegen revoltierende Eltern halten?

Süsel (wh). Die Schulnoten einiger Schüler der Klasse 4b sind nicht so, wie es deren Eltern erwarten. Schuld hat nach deren fester Überzeugung die Klassenlehrerin, Frau Müller, die das Genie der kleinen Einsteins nicht erkennt und offenbar von moderner Pädagogik keine Ahnung hat. Die lieben Kleinen sind nach Ansicht ihrer Eltern doch nicht faul, niemals ungezogen, unkonzentriert und auch nicht schwach in Mathe. Es sind halt Persönlichkeiten, die der besonderen individuellen Förderung bedürfen!
Da nun das Halbjahreszeugnis naht, das über den Sprung ins Gymnasium entscheidet, bekommen die Eltern das große Flattern. Die Kleinen sollen um jeden Preis Schulkarriere machen. Die blöden Noten sind doch nur eine Formalität. Und so entschließen die Eltern sich, dafür zu sorgen, dass Frau Müller die Klasse abgibt. Dazu vereinbaren einige einen Termin mit ihr und übergeben ihr eine Resolution. Und so sitzen fünf "Helikopter"-mütter und -väter auf Kinderstühlchen zwischen Kastanienmännchen, Laubgirlanden und Kuschelecken, bereit, der Feindin ins Auge zu schauen und wild entschlossen, ihre Forderung durchzusetzen: "Fru Müller mutt weg!"
So lautet der Titel des neuen Stücks der Niederdeutschen Bühne Süsel, das einige Überraschungen in petto hat. Am 9. März um 19.30 geht der Premierenvorhang auf. Das Schauspiel von Lutz Hübner/Sarah Nemitz (niederdeutsch von Markus Weise) wird von Gastregisseur Stephan Greve einstudiert, der bereits mehrmals in Süsel Regie führte. Zum wiederholten Male führt Stephan Greve in Süsel Regie.
Die Hauptrolle der Frau Müller wird von Christiane Benn gespielt, die seit 2005 dem Ensemble der Süseler Bühne angehört. "Die Rolle macht mir große Freude", sagt sie, "denn mir gefällt die Prinzipientreue der Frau Müller, die eine klare Vorstellung davon hat, wie Kinder in die Welt hinaus geschickt werden sollten." Brigitte Barmwater - auch schon über zehn Jahre im Ensemble - freut sich auf ihre Rolle als ehrgeizige Mutter. Auch die anderen Darsteller (Jörn Hilbrecht, Silke Krellenberg, Silke Bock und Emma-Lotta Heinicke) spielen diesen Elterntypus auf unterschiedliche Weise - natürlich auch etwas karikierend zum Ergötzen des Publikums. Und hier und da provozieren sie vielleicht auch ein schmunzelndes: "Das kenn ich doch" - von diesem oder jenem Bekannten (oder gar von sich selbst?).
Weitere Vorstellungen von "Fru Müller mutt weg" sind am 15. März, 16. März (Abo grün), 17. März (Abo orange), 22. März (Abo blau), 23. März (Abo gelb), 29.,30. und 31. März; 13., 14. und 17. April. - Kartenvorverkauf unter www.theater-suesel.de, Email: tickets@theater-suesel.de. - Telefonisch: 04524-1379 dienstags und mittwochs 9 bis 12 Uhr.


Aus den Lübecker Nachrichten am 04. März 2019:

Premiere in der Kulturscheune: Nervenkrieg beim Elternabend

In "Fru Müller mutt weg" liefern sich Eltern und die Lehrerin einer Grundschulklasse Scharmützel. 2015 lief das Stück mit Anke Engelke im Kino. Wie sich die Süseler Schauspieler schlagen, könne die Zuschauer ab 9. März erleben.


Elternabend im kleinen Kreis: die Vertreter der 4b und deren Klassenlehrerin (v.?l.): Silke Bock, Brigitte Barmwater, Jörn Hilbrecht, Silke Krellenberg und Christiane Benn.
Elternabend im kleinen Kreis: die Vertreter der 4b und deren Klassenlehrerin (v.l.): Silke Bock, Brigitte Barmwater, Jörn Hilbrecht, Silke Krellenberg und Christiane Benn. Quelle: Ulrike Benthien

Süsel. Elternabend. Ein Termin, der lange Stunden in einem stickigen Klassenzimmer verheißt. Und bei dem die Teilnehmer vor allem Geduld und Gelassenheit benötigen. Denn es gibt sie immer: die Mutter, die eine nervige Frage nach der anderen stellt und sich bei der Lehrerin anbiedert. Den Vater, der keinen für so begabt, liebenswert und zuverlässig hält wie seinen Nachwuchs. Das neue Stück der Niederdeutschen Bühne Süsel spielt in einem Klassenraum einer 4b. "Hier wird jedes Klischee bedient. Und viele Elternteile werden sich wiederfinden", sagt Stephan Greve (56). Er führt Regie bei "Fru Müller mutt weg". Das Schauspiel hat am 9. März Premiere.

Stephan Greve war schon mehrfach Gastregisseur in Süsel

Greve ist Autor niederdeutscher Theaterstücke, langjähriger Darsteller und Bühnenleiter der Niederdeutschen Bühne Preetz. Er gibt niederdeutsche Seminare und führt Regie. In Süsel war er bereits mehrfach tätig, zuletzt inszenierte er 2014 das Stück "Elisa".

 


Proben bei der Niederdeutschen Bühne Süsel. Ausgewählt hat das neue Stück das Team der Niederdeutschen Bühne Süsel selbst. "Wir wollten mal wieder etwas Modernes, Zeitgenössisches auf die Bühne bringen", sagt Jörn Hilbrecht, Vorsitzender des Theatervereins Süsel. "Stephan ist genau der richtige Mann, der uns gegen den Strich besetzt hat und uns an unsere Grenzen bringt."

Als Kinoversion mit Anke Engelke verfilmt

Bekannt ist das Stück als Kinoversion "Frau Müller muss weg", verfilmt von Sönke Wortmann, unter anderem mit Anke Engelke und Alwara Höfels. "Es ist lustig anzusehen, aber harte Arbeit für die Darsteller", sagt Stephan Greve über sein Team mit Christiane Benn als Lehrerin sowie Brigitte Barmwater, Silke Bock, Silke Krellenberg, Jörn Hilbrecht und Emma-Lotte Heinicke als besorgte Elternteile. Letztere gibt ihr Debüt auf der Bühne der Kulturscheune - sie stieß über ein Casting im vergangenen Jahr zum Ensemble.


Aus dem Wochenspiegel vom 26. Februar 2019

Wie ein Elternabend aus den Fugen gerät

26. FEBRUAR 2019

 

Auftritt Frau Müller: Die Erwachsenen haben beim Elternabend auf den Kinderstühlen Platz genommen. (vg)

Niederdeutsche Bühne Süsel zeigt Erfolgsstück "Fru Müller mutt weg".

In Theaterhäusern und auf der Leinwand war das Schauspiel "Frau Müller muss weg" von Lutz Hübner und Sarah Nemitz schon mit großem Erfolg zu sehen. Jetzt hat sich die Niederdeutsche Bühne Süsel des Stoffes angenommen. Sechs Darsteller lassen einen Elternabend mächtig ausarten - erstmals bei der Premiere am Sonnabend, 9. März, um 19.30 Uhr in der Kulturscheune Süsel, Pastor-Dr.-Fuchs- Weg 3.

"Es war an der Zeit, mal wieder etwas Modernes auf die Bühne zu bringen. Und Stefan Greve als Gastregisseur ist genau der richtige Mann, um uns an unsere Grenzen zu führen", sagt Jörn Hilbrecht, Vorsitzender des Theatervereins und einer der sechs Akteure. Greve ist durch und durch Theatermensch und hat auch in Süsel schon das eine oder andere Stück (etwa "Twee as Bonni un Clyde" oder "Frauke Petersen") inszeniert. Der 56-Jährige weiß genau, was er will: Er selbst hat alle Charaktere des Stücks verinnerlicht und kann jedem Laiendarsteller anschaulich vermitteln, was er von ihm in welcher Szene haben möchte. "Jeder Spieler muss für dieses Stück eine neue Wesensart annehmen. Die Figuren bedienen viele Klischees. In diesem Stück können die Akteure wirklich zeigen, was in ihnen steckt", betont der Regisseur. Für ihn liegt die besondere Herausforderung darin, den Spannungsbogen zu halten - das Stück nicht dahinplätschern zu lassen, es aber auch nicht zu überdrehen.

"Fru Müller mutt weg" erzählt die Geschichte eines Elternabends, der aus den Fugen gerät: Weil die Noten ihrer Sprösslinge schlechter werden und am Schuljahresende die Entscheidung fällt, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen, findet sich eine besorgte Elternschaft im Klassenraum der 4b ein - fest entschlossen, mit der Absetzung der Lehrerin zu retten, was noch zu retten ist. Die erfahrene Klassenlehrerin scheint den pädagogischen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Dass das Problem nicht bei den Schülern zu suchen ist, davon ist jeder der Anwesenden überzeugt. Dass die Wahrheit ein bisschen anders aussieht, merken die Mütter und Väter dann doch - und kriegen sich gegenseitig in Haare - wie flegelhafte Schüler.

In der Rolle der umstrittenen Lehrerin ist Christiane Benn zu sehen, die kampfbereiten Eltern werden von Emma-Lotte Heinicke, Silke Krellenberg, Silke Bock, Brigitte Barmwater und Jörn Hilbrecht dargestellt. Hinter den Kulissen sorgen Herbert Jöns, Günther Kühl, Holger Knust, Karl Schrörs, Uwe Sternberg und Fritz Vehres (Bühnenbau), Jan Henning Henningsen (Licht und Ton) sowie die Souffleusen Sylvia Muhlack und Andrea Baske für die perfekten Rahmenbedingungen in der Kulturscheune. »Insgesamt wird das Stück "Fru Müller mutt weg" im März und April zwölfmal aufgeführt. Infos über alle Termine und den Kartenvorverkauf gibt es online unter www.theater-suesel.de.

vg
 



Aus dem Wochenspiegel vom 21. September 2018

Plattdeutsches Lustspiel in Süsel

21. SEPTEMBER 2018

Die Niederdeutsche Bühne Süsel eröffnet die Theatersaison 2018/19 mit einem turbulenten Lustspiel aus der Feder von Marc Camoletti. Premiere von "Anna, dat Goldstück" ist am Sonnabend, 6. Oktober, um 19.30 Uhr in der Kulturscheune.

"Wir haben im Vorfeld noch nie so viele Stücke gelesen, bis wir das passende gefunden hatten, aber diese Geschichte ist geil und braucht nur fünf Schauspieler", erzählt Regisseurin Ursel Wolgast. Die Komödie ist ähnlich rasant und pikant wie ein anderes Stück des Autors, "Boeing, Boeing", das die Süseler Bühne 2016 inszeniert hat. Die Herausforderung für alle Beteiligten liegt beim Timing: "Die vielen Türen in der Kulisse müssen zum richtigen Zeitpunkt geöffnet und geschlossen werden", sagt Ursel Wolgast.

Worum gehts in dem Stück "Anna, dat Goldstück"?

Die Figuren dürfen sich nicht begegnen, obwohl sie unter einem Dach wohnen. Alle denken nämlich, sie hätten sturmfreie Bude: Hausmädchen Anna (gespielt von Anne Henningsen) will es sich bei den Herrschaften so richtig gemütlich machen, denn Er ist auf Dienstreise und Sie zu Besuch bei ihrer Mutter. In Wirklichkeit will das Ehepaar Claudia (Petra Kühl) und Bernhard (Dieter Storm) die Gelegenheit für außereheliche Rendezvous nutzen. Sie schleichen sich mit ihrer jeweiligen Liebschaft wieder ins Haus. Eigentlich haben sie Anna in den Urlaub geschickt, doch die hat das Urlaubsgeld lieber auf die hohe Kante gelegt. Jetzt kassiert sie doppelt und dreifach: Gegen Schweigegeld deckt Anna die nächtlichen Aktivitäten der Liebespaare und muss als Krisenmanagerin teuflisch aufpassen, dass sich Claudia und ihr Sportsfreund Robert (Volker Paulsen) sowie Bernhard und sein Kätzchen Cathrin (Angelique Barthel) nicht über den Weg laufen...

Zwei Hauptrollen werden von Newcomern übernommen

Anne Henningsen ist erst seit einem Jahr dabei, hat aber bereits in "Tiet to leven" eine tragende Rolle gespielt. "Eigentlich sollte ich soufflieren, bin dann aber ganz für eine verhinderte Kollegin eingesprungen", berichtet sie. Angelique Barthel steht erstmals auf der Bühne. Sie hat im Frühjahr beim Casting der Niederdeutschen Bühne mitgemacht und Gefallen an der "netten und herzlichen Truppe" gefunden. Das Plattdeutsche haben beide erst von den Süseler Theaterleuten, die gerne Nachhilfe geben, gelernt.

Programm der Niederdeutschen Bühne Süsel

Im Oktober steht das Stück achtmal auf dem Spielplan. Karten und Infos sind unter anderem unter www.theater-suesel.de oder bei der Tourist-Info Eutin, Telefon 04521/709734, erhältlich. vg

 

Foto: Anna ist wirklich ein Schatz: Sogar um eine Pistole kümmert sich die Deenstdeern. Im Haus ihrer Herrschaften geht es hoch her ? © Graap


Aus den Lübecker Nachrichten vom 21. Juni 2018:

Eine Anne geht, die andere übernimmt

Es ist ein Einschnitt für den Theaterverein Süsel. Nach 34 Jahren im Vorstand hat sich Anne Vehres (69) auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch verabschiedet. Zumindest aber der Vorname bleibt: Zu ihrer Nachfolgerin als Geschäftsführerin wurde Anne Henningsen (55) gewählt.

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Anne Henningsen, gelernte Immobilienfachwirtin, ist nun Geschäftsführerin des Theatervereins. Zur Seite stehen ihr die neuen Beisitzer Günter Kühl (links) und Detlef Storm. Quelle: Fotos: U. Benthien


Nachdem ihr Mann Fritz vor drei Jahren zum Ehren-Vorsitzenden des Vereins ernannt worden war, erhielt Anne Vehres bei der Versammlung in der Kulturscheune den Titel Ehren-Geschäftsführerin zugesprochen. "Du warst Ideengeberin und Verantwortliche. Du hast dieses Haus und diesen Verein mit Liebe geprägt", sagt der Vorsitzende Jörn Hilbrecht dankbar, der die "vielen Stunden, Wochen und Monate voller Arbeit" würdigte.

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Es ist ein Einschnitt für den Theaterverein Süsel. Nach 34 Jahren im Vorstand hat sich Anne Vehres (69) auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch verabschiedet. Zumindest aber der Vorname bleibt: Zu ihrer Nachfolgerin als Geschäftsführerin wurde Anne Henningsen (55) gewählt.

Begonnen hat die Ära Vehres vor 34 Jahren, "als eine Gruppe von Enthusiasten beschloss, ein eigenes Theater aufzubauen", erzählt Hilbrecht. Gerade Schriftführerin geworden, sei Anne Vehres damals rasch zur Geschäftsführerin aufgestiegen. "Dann war die Kulturscheune fertig, es ging ans Stücke aussuchen und schreiben, das Kindertheater wurde aufgebaut, der Spielplan musste gestaltet werden, es galt, die ersten Aboprogramme auszuarbeiten und zu bewerben " und Anne war immer dabei."

In der Tat hätten dem Verein und der Kulturscheune morgens die ersten und abends ihre letzten Gedanken gegolten, räumt Anne Vehres ein. "Das Theater hat mir viel gegeben - aber ich glaube, ich habe dem Theater auch viel gegeben." Sie habe ihre Arbeit mit Freude ausgefüllt und manches praktischerweise auf "dem kleinen Dienstweg" erledigen können, weil ihr Mann Fritz 30 Jahre lang 1. Vorsitzender des Vereins gewesen sei, sagt Anne Vehres lächelnd. Mit Stolz erfülle es sie, dass der Theaterverein Süsel vor fünf Jahren in den Niederdeutschen Bühnenbund aufgenommen worden sei: "Das ist die erste Liga des Amateurtheaters." Um seine Kulturscheune werde der Verein vielfach beneidet. "Sie hat einen klangvollen Namen in der Gemeinde, in der Region und auch in Schleswig-Holstein", sagt Anne Vehres. Dass mit Anne Henningsen, die bereits in zwei Produktionen auf der Bühne gestanden habe, eine Frau gefunden worden sei, die ihre Aufgaben übernehmen wolle, freue sie.
"Gemeinsam ist uns vieles gelungen", sagt Vehres rückblickend und mahnt die anwesenden Mitglieder: "Lasst den Vorstand nicht allein! Vereinsarbeit klappt nur in Gemeinschaft."

Der Appell muss noch verinnerlicht werden. Als neue Beisitzer gesucht wurden, brauchte es noch ein energisches "Nun kommt mal in die Puschen" von Fritz Vehres. Die Positionen übernahmen dann Günter Kühl (68) und Detlef Storm (57).

Als 2. Vorsitzender wurde Volker Paulsen einstimmig wiedergewählt. Zum zehnjährigen Bühnenjubiläum von Paulsen hielt Fritz Vehres die Laudatio. Er band dabei geschickt die Titel der Stücke mit in seine Rede ein, in denen Paulsen bislang mitgewirkt hat.

Gute Auslastung

In der 44. Spielzeit, die gerade abgelaufen ist, hatte der Theaterverein Süsel bei 66 Vorstellungen eine Gesamt-Auslastung von 75 Prozent. Das Donnerstags-Theater war zu 80 Prozent ausgelastet.

25 Prozent der Karten werden mittlerweile über den Online-Verkauf abgesetzt.

Spieler gesucht: Der Theaterverein möchte sein Ensemble gern vergrößern. Gesucht werden weibliche, aber unbedingt auch männliche Darsteller "von jeder Kategorie" heißt es. Die plattdeutschen Kenntnisse werden gern vermittelt.

Ulrike Benthien



1988 - 2018

Die Kulturscheune feiert 30-jähriges Jubiläum !

Die "Lübecker Nachrichten" veröffentlichen zu diesem Anlass eine Serie über die Entstehung und und Geschichte der Kulturscheune und berichten ausführlich über alle Bereiche des Theaters und seine ehrenamtlichen Helfer/innen.

LN 07. Juni 2018:

130 000 Zuschauer in 30 Jahren

Am 3. Juni 1988 wurde sie fertiggestellt, 1880 Veranstaltungen fanden seitdem in der Süseler Kulturscheune statt. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums empfing Geschäftsführerin Anne Vehres zu einer Feierstunde. "Ich danke allen helfenden Händen hinter und auf der Bühne für die zahlreichen Stunden für den Theaterverein Süsel", sagte sie.

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Der Vorstand des Theatervereins feiert das 30-jährige Jubiläum der Kulturscheune. Quelle: Foto: Jappe

Am 3. Juni 1988 wurde sie fertiggestellt, 1880 Veranstaltungen fanden seitdem in der Süseler Kulturscheune statt. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums empfing Geschäftsführerin Anne Vehres, die seit Anfang an dabei ist, zusammen mit dem Vorstandvorsitzenden Jörn Hilbrecht Gäste und Freunde zu einer Feierstunde. "Ich danke allen helfenden Händen hinter und auf der Bühne für die zahlreichen Stunden für den Theaterverein Süsel", sagte Hilbrecht. Anne Vehres gab einen Rückblick über die Entstehung und Geschichte der Kulturscheune und dem Theaterverein Süsel: "Aus einer kleinen Idee entstand diese wundervolle Kulturscheune."

Mit einer Auslastung von mehr als 70 Prozent in den vergangenen 30 Jahren ist der Veranstaltungsort über die Grenzen hinaus bekannt geworden. Mehr als 130000 Zuschauer verfolgten die Darbietungen verschiedener Genres. "Auch in den nächsten Jahren werden immer wieder neue Ideen hoffentlich großen Zuspruch finden", sagten Vehres und Hilbrecht. Aber erst einmal stießen sie mit einem Glas Sekt auf den Erfolg an.

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  • Teil I vom 20. / 21. Jan. 2018  "Immer wieder Theater im alten Bauernhaus"
  • Teil II -folgt-
  • Teil III vom 01. März 2018 "Een hart ut Schokolad"
  •  Teil IV vom 10. März 2018 "Anne und Fritz Vehres"
  • Teil V -folgt-
  •  Teil VI vom 21. April 2018 "Seit 27 Jahren Gäste des Theaters- Ehepaar Westphal"
 
Die Plätze sieben und acht sind Ingrid (74) und Ernst-Friedrich (77) Westphal bestens vertraut.
Die Plätze sieben und acht sind Ingrid (74) und Ernst-Friedrich (77) Westphal bestens vertraut. Quelle: Foto: Beke Zill

Die 74-Jährige erinnert sich, wie sie im Dezember 1990 einen Zeitungsbericht über die Kulturscheune und ihr Angebot las. "Das hörte sich gut an", erzählt sie und schenkte sich und ihrem Ehemann Karten zu Weihnachten. Kurz nach seinem Geburtstag im Februar 1991 fuhren sie nach Süsel zu ihrer ersten Vorstellung. Auf dem Programm: Die niederdeutsche Komödie "Land in Sicht", aufgeführt von "De fidelen Süseler", die heute ein eingetragener Theaterverein sind. Eigentlich sprach das Ehepaar gar kein Plattdeutsch, Ingrid Westphals Großmutter sowie Tante und Onkel von Ernst-Friedrich Westphal waren die Einzigen in der Familie, die Platt schnackten. Niederdeutsch verstehen konnte das Ehepaar jedoch schon immer. "Auch meine Kinder können Plattdeutsch verstehen", sagt die zweifache Mutter, die mit ihren mittlerweile erwachsenen Töchtern früher Plattdeutsch lesen geübt hat.

Während die Komödie auf der Süseler Bühne aufgeführt wurde, konnten die Sierksdorfer gut folgen und amüsierten sich prächtig. "Es gefiel uns gut", sagt die gebürtige Lübeckerin. Der Eindruck sei prima gewesen, die Atmosphäre besonders. "Alles ist Eigeninitiative", sagt der 77-Jährige mit Blick auf das sehr persönliche Ambiente im Saal. Nach der Vorstellung war sich das Ehepaar einig: Sie kommen wieder. Zu Anfang sei es mit dem Ticketkauf jedoch schwierig gewesen. Westphals mussten sich in lange Schlangen stellen, um die besten Tickets zu ergattern. "Etliche hatten sich Stühle mitgebracht", sagt Ingrid Westphal rückblickend über die lange Wartezeit vor der Kulturscheune.

Kurze Zeit später führte der Theaterverein das Abo ein, mit dem sich die Sierksdorfer dann sieben Stücke in der Spielzeit anschauen konnten. Damals suchten sich die Sekretärin und der Elektromeister die Plätze sieben und acht in Stuhlreihe zwei aus, "in Reihe eins muss man doch ein bisschen hoch gucken, deshalb entschieden wir uns für die Reihe dahinter", erklärt Ingrid Westphal.

Bis heute nehmen die Dauergäste auf ihren Stammstühlen Platz, um die verschiedensten Stücke zu sehen.

Dabei wissen die leidenschaftlichen Theatergänger nie, was sie erwartet. Lieblings-Genres haben sie nicht. "Wir lassen uns immer überraschen", beschreibt Ingrid Westphal den Reiz. Es seien aber immer super Stücke dabei. Sehr genau kann sie sich an ein trauriges Stück der Preetzer Bühne erinnern. "Da waren alle ergriffen."

Meist werde jedoch leichte Kost und auch ein "bisschen Klamauk" geboten. Das mache es aus. Geändert hat sich in all den Jahren bis auf die neue Bestuhlung im Saal eigentlich nichts. Mittlerweile kennt man sich, das obligatorische Getränk in der Pause am Tresen darf dabei nicht fehlen. "Das macht es heimelig", sagt Ernst-Friedrich Westphal. Auch dass die Dauergäste Westphal eigentlich immer die Letzten sind, wird sich wohl nie ändern.

Von Beke Zill


TEIL IV der LN SERIE "30 JAHRE KULTURSCHEUNE"

Vor 42 Jahren traten Anne und Fritz Vehres in den Süseler Theaterverein ein. Bis heute ist das Ehepaar der Bühne treu geblieben - mehr noch, sie haben die Kulturscheune mit aufgebaut und gehörten seit der Gründung ihrer Vereinsstätte dem Vorstand an. Damit soll 2018 Schluss sein.
 

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Anne (69) und Fritz Vehres (71) sitzen im LN-Gespräch im Saal der Kulturscheune auf den besten Plätzen, die etwas erhöht sind.

Quelle: Fotos: Beke Zill, Hfr 

 

Süsel. Die 69-jährige Geschäftsführerin der Kulturscheune wird bei der Mitgliederversammlung im Juni nicht mehr für den Posten kandidieren. Fritz Vehres hatte sich bereits 2015 aus dem Vorstand zurückgezogen. "Für mich ist es dann auch gut", sagt Anne Vehres. Erstmals übernahm sie 1984 ein Amt, damals als Schriftführerin. Fritz Vehres hatte zu der Zeit schon lange das Spielen für sich entdeckt, führte mit den damals noch "Fidelen Süselern" im Süseler Hof plattdeutsche Stücke auf. Auf einem Kostümfest, auf dem er seine Rolle als Pater Braun so überzeugend verkörperte, "wurde ich eingefangen vom Verein". Die gemeinsame Freizeit blieb damals auf der Strecke. Ein Grund für Anne Vehres, im Verein offiziell tätig zu werden. "Ich habe mir den Job als Schriftführerin geholt", erzählt sie. Das erste Mal stand sie 1986 auf der Bühne, seit 2000 führt sie regelmäßig Regie. "Ich habe nicht so viel gespielt." Das Drumherum gefiel der Süselerin. Die gesamte Verwaltung sei ihr Metier gewesen.

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Die 80er Jahre: Fritz Vehres bei einem seiner ersten Auftritte als Theater-Schauspieler.
 

1985 wurde der Verein offiziell eingetragen -sieben Vorstandsmitglieder mussten her. Fritz Vehres übernahm den Posten des ersten Vorsitzenden. Ein Jahr später kauften die "Fidelen Süseler" für 80.000 Mark die alte Scheune und bauten sie in knapp 2 Jahren zu einer Kulturstätte mit großer Bühne um. Trotz vieler Bedenken, der mit 80.000 Mark hohen Verschuldung "war das der richtige Weg", sagen beide heute. Obwohl der Erfolg der Kulturscheune ein hartes Stück Arbeit war. "Wir hatten uns den Zwang auferlegt, das Haus mit Leben zu erfüllen", sagt Fritz Vehres. Zusammen mit den Mitgliedern riefen sie Talkrunden und das Kindertheater ins Leben.  Das Abzahlen des Kredites dabei immer im Hinterkopf. Die sieben Vorstandsmitglieder mussten sich zusammenraufen.

Eine Wende im Ticketverkauf gab es 1990, als die Idee eines Abos in die Tat umgesetzt wurde. Im ersten Jahr wurden auf Anhieb 70 Abos verkauft. Inzwischen gibt es 300 Abonnenten, die jährlich im August ihre Abo-Karten kaufen, sodass schon vor Beginn der Spielzeit Geld unter anderem für Gastauftritte vorhanden ist. 2007 brachte die Serie "Theater am Donnerstag" mit Komödien, Kabarett und Travestie-Shows nochmals neuen Schwung. Der Theaterverein Süsel e.V., der 2003 aus "De fidelen Süseler" hervorgegangen ist, schreibt inzwischen schwarze Zahlen, lädt zu jährlich etwa 70 Veranstaltungen in die Kulturscheune ein . "Wir sind stolz, dass wir uns einen Namen erarbeitet haben und den auch halten konnten", sagt Anne Vehres. Geschafft hätten sie das auch nur mit der steten starken Unterstützung der anderen Vereinsmitglieder. "Das alles ist nur möglich gewesen mit den vielen Gleichgesinnten, die alle tatkräftig mitgearbeitet haben. Wir machen das ehrenamtlich", betont sie.

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2008: Anne und Fritz Vehres gemeinsam auf der Bühne bei ihrem Lieblingsstück "Fröhstück bi Kellermann".

Ihr Hobby hat im Leben der Vehres eine große Rolle eingenommen. Das Privatleben sei dadurch jedoch oft in den Hintergrund gerückt, sagt Anne Vehres. In diesem Jahr will auch sie sich aus dem Vorstand zurückziehen. "Wir haben eine Person gefunden, die meine Position ausfüllen kann", sagt die Geschäftsführerin. Entscheidend sei, dass der Verein einen guten Besucherzuspruch habe und schwarze Zahlen schreibe.

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2014: Vor vier Jahren spielte das Ehepaar im Stück "Elisa" für das Süseler Publikum.

Der Kulturscheune bleiben beide jedoch weiterhin treu, obwohl sie erst einmal ihre Freiheit genießen. Die erste Reise für September sei schon gebucht. Ansonsten wird die 69-Jährige weiterhin den Spielplan gestalten. Ein Anliegen sei ihr auch, die Qualität des Spiels zu verbessern und die niederdeutsche Sprache am Leben zu halten. "Das liegt mir sehr am Herzen." Ihr 71-jähriger Mann werde für das ein oder andere Stück zur Verfügung stehen. Vor allem möchte er auch seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Werkeln mit dem Technik-Trupp dienstagabends, nachgehen. "Das Theater wird immer an erster Stelle stehen", sagen sie.

 

Beke Zill

TEIL III der LN SERIE "30 JAHRE KULTURSCHEUNE"

Noch einmal über die Schulter spucken, dann rauf auf die Bühne: Für die Schauspieler des Theatervereins Süsel stand die Generalprobe vor der Premiere des niederdeutschen Stücks "Een hart ut Schokolad" in der Kulturscheune an. Bevor sich der Vorhang öffnete, war aber nicht nur das Ensemble nervös.

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Detlef Storm alias Chocolatier Heinrich Söte bekommt Besuch von vielen "Bewerberinnen" - gespielt von Silke Krellenberg.

 

Regisseurin Silke Bock saß kurz vor der letzten Probe gedankenverloren in ihrem Sessel im Gemeinschaftsraum im ersten Stock der Kulturscheune. Auch für sie ganz persönlich ist es heute, wenn um 19.30 Uhr die Besucher der Premiere entgegenfiebern, ein Debüt. "Das erste Mal führe ich bei einem Erwachsenen-Stück Regie", erklärt Bock, die seit zehn Jahren bei den Nachwuchs-Theaterschauspielern die Verantwortung für die Stücke trägt. Seit zwei Monaten wird für die kurzweilige, etwa zweistündige Komödie in vier Akten, drei Mal die Woche geübt. "Es ist ein modernes Stück, es geht um Online-Dating", sagt sie. Chocolatier Heinrich Söte hat seinen Geschmackssinn verloren, seitdem ihn seine Frau verlassen hat. Der Arzt Ludwig Mager und Praktikant Patrick Rotensen wollen ihm helfen, nicht nur seinen Laden, sondern auch sein Herz zu retten. Heimlich wird eine Kontaktanzeige im Internet geschaltet. Gleichzeitig sucht der Ladeninhaber über eine Zeitungsannonce eine weibliche Aushilfe. Das Chaos ist perfekt.

Elf Aufführungen

Die Komödie "Een Hart ut Schokolad" feiert heute um 19.30 Uhr in der Kulturscheune Süsel Premiere. Weitere Termine: 3., 4., 23., 24., 25. und 28. März, 21., 27., 28. und 29. April.

Karten gibt es unter www.theater-suesel.de, unter Telefon 04524/ 13 79 und an der Abendkasse.

Ob das Stück voller Missverständnisse ankommt, wird sich schon am Abend zeigen: Etwa 20 Vereinsmitglieder haben sich bereits im Saal eingefunden, um die Probe zu verfolgen. Silke Bock hofft, dass sich die Übungszeit, Änderungen und die Absprachen gelohnt haben. "Jetzt kann man sowieso nicht mehr viel machen."

Um Silke Bock herum warten die vier Schauspieler, dass es endlich losgeht. "Die Anspannung ist da. Wenn das nicht ist, fehlt etwas", sagt Volker Paulsen alias Ludwig Mager. Auch Silke Krellenberg, die sich noch die blonde Perücke vor dem Spiegel zurechtrückt, ist aufgeregt. "Die Generalprobe ist noch viel schlimmer als die Premiere, weil jetzt nur Theaterleute zugucken. Die sind sehr kritisch und gucken anders hin", erklärt Krellenberg, die gleich sechs unterschiedliche weibliche Charaktere verkörpern muss. "Ich bin die Frauen", scherzt sie. Detlef Storm (Heinrich Söte) atmet nochmal tief durch, Paul Krellenberg (Patrick Rotensen) zupft seinen Anzug zurecht und dann macht sich das Quartett auf zur Bühne. Darauf haben sie hingearbeitet. "Es ist ein toller Moment, wenn endlich Zuschauer da sind", sagt Paulsen.

Beke Zill

TEIL I der LN Serie "30 Jahre Kulturscheune"

Mit der "Süseler Liedertafel" von 1857 kam das Theater in den Ort. Bis heute, also 161 Jahre später, spielen Niederdeutsche Komödien, Dramen und Co. eine wichtige Rolle in Süsel. Die Bühne dafür liefert seit 1988 die Kulturscheune. Das Zuhause des Theatervereins feiert nun 30-jähriges Bestehen.

Theaterverein-Geschäftsführerin Anne Vehres (69) schaut sich ein Album mit alten Fotos der Niederdeutschen Bühne Süsel an.

Theaterverein-Geschäftsführerin Anne Vehres (69) schaut sich ein Album mit alten Fotos der Niederdeutschen Bühne Süsel an.

 

Süsel. Am 3. Juni 1988 wurde der ehemalige Bauernhof eingeweiht. Knapp zwei Jahre lang bauten "De fidelen Süseler", wie sie damals noch hießen, das Gebäude in Eigenregie um. Vorher trafen sich die Theaterspieler im Gasthof, ehe der 1983 für die Süseler nicht mehr zur Verfügung stand. Nachdem der Verein zwei Jahre lang in Garagen, Ferienwohnungen und Hinterhöfen probte, konnte er die ehemals landwirtschaftlich genutzte Scheune dann im Jahre 1985 für 80.000 D-Mark kaufen. In die anschließende Renovierung flossen zwar Fördermittel von Bund, Land und Gemeinde, dennoch mussten die engagierten Ehrenamtler einen Kredit über 80.000 D-Mark aufnehmen.

Mit der "Süseler Liedertafel" von 1857 kam das Theater in den Ort. Bis heute, also 161 Jahre später, spielen Niederdeutsche Komödien, Dramen und Co. eine wichtige Rolle in Süsel. Die Bühne dafür liefert seit 1988 die Kulturscheune. Das Zuhause des Theatervereins feiert nun 30-jähriges Bestehen.

Historie

1974 gründeten sich "De fidelen Süseler", seit 1985 sind sie ein eingetragener Verein.

1988 wurde die Kulturscheune Süsel nach knapp zwei Jahren Renovierung eingeweiht.

2003 hießen "De fidelen Süseler" dann offiziell Theaterverein Süsel e.V.

160 Mitglieder hat der Theaterverein aktuell.


 

Dorfbewohner feiern die Eröffnung

Die heutige Geschäftsführerin des Theatervereins Süsel, Anne Vehres, erinnert sich noch an die skeptischen Blicke der Dorfbewohner während der Umbauphase, die am Ende aber eines Besseren belehrt wurden. "Wir haben es geschafft", sagt die 69-Jährige. Zu Ehren der Eröffnung wurde sogar ein dreitägiges Volksfest in Süsel gefeiert. Zusammen mit ihrem Mann Fritz ist Anne Vehres seit 1980 der Niederdeutschen Bühne Süsel verfallen. Fritz Vehres, der 30 Jahre lang Vorsitzender war, gehört auch heute noch zum Ensemble, während sie in vielen Stücken Regie führt, die Spielpläne aufstellt und sich um die Organisation kümmert.

Wenn Anne Vehres auf 30 Jahre Kulturscheune zurückblickt, "fühlt sich das schon lange an. Eine Zeit, in der so manches gelaufen ist." Aber das Schönste ist, dass sie immer noch in der Lage seien, das Haus mit Leben zu füllen. Das war in den Anfängen schwierig. Nach der Fertigstellung "ging's ja dann erst los". Die Schauspieler begannen eher lustige Stücke einzustudieren, organisierten Talkshows op Platt und versuchten so, das Publikum anzulocken. "Es sollte ja Geld reinkommen", so Vehres. Das erste Stück nannte sich "Moral in Müggenhausen" und wurde im Frühjahr 1988 aufgeführt.
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Damals war die Scheune noch nicht ganz fertig, die Zuschauer mussten im Rohbau auf Klappstühlen sitzen. Es sei stramme Arbeit, aber auch eine schöne Zeit gewesen. Von Beginn an, immer um Weihnachten, stand auch die Kindergruppe auf der Bühne. Noch heute gibt es die junge Süseler Theater-Truppe, die Kulturbanausen.

"De fidelen Süseler", die seit 1985 ein eingetragener Verein mit sieben Vorstandsmitgliedern waren, lösten eine Kultur-Euphorie nicht nur im Dorf, sondern in der ganzen Umgebung aus. Der Verein hatte zum Start direkt 124 Mitglieder, "in der Spitze sogar 320", erzählt die gelernte Bankkauffrau. Gastbühnen spielten in Süsel, die Lokalmatadoren selbst erfreuten die Zuschauer mit zwei bis drei Stücken pro Jahr. Über 35 Darsteller probten damals. "Das war zuerst alles Neuland für uns, im Laufe der Jahre haben wir uns aber etabliert." Zurzeit seien sie 20 Spieler.

Stars und Städtische Bühnen spielen in Süsel Theater

Die Kulturscheune machte schnell von sich reden. Der 2016 verstorbene Liedermacher Knut Kiesewetter trat dort auf, die städtischen Bühnen aus Wismar, Kiel und Lübeck ebenfalls. "Sie schätzen die Atmosphäre", erklärt Vehres die Beliebtheit. Von Gästen erlebte Anne Vehres auch die wohl beste Vorstellung in der Scheune. Das war in den 90er Jahren. "Die Hamburger Stadtmusikatzen  haben damals 5.000 D-Mark Gage gekostet, ich weiß nicht, welcher Teufel mich da geritten hat", sagt Vehres und lacht. Aber es sei wirklich toll gewesen. Generell habe sie in der Auswahl der Stücke immer eine glückliche Hand gehabt.

Die Süseler mussten sich im Laufe der Zeit auch immer etwas Neues einfallen lassen, um Geld in die Kasse fließen zu lassen. "1990 haben wir ein Abo ins Leben gerufen", berichtet das Vorstandsmitglied. Von anfangs 70 Abonnenten stieg die Zahl drei Jahre später auf 270. Heute sind es 320 Abonnenten in vier verschiedenen Programmen. Vor acht Jahren wurde zudem das "Theater am Donnerstag" mit Comedy, Kabarett und Musik auf Hochdeutsch ins Leben gerufen, das sehr gut angenommen wird. Seit zwei Jahren gibt es online unter www.theater-suesel.de Karten im Vorverkauf. " Wir versuchen, am Ball der Zeit zu sein."

In den vergangenen 30 Jahren sei vieles rund gelaufen. Eines der Geheimrezepte: Der Theaterverein Süsel, der 2003 aus "De fidelen Süseler" hervorgegangen ist, habe immer sehr viel Wert auf Qualität der Stücke gelegt. Auch deshalb füllen die Süseler Spieler bis heute ihre Kulturscheune. "Theater ist unser Leben."

Im zweiten Teil der Serie stellen wir die Techniker des Vereins vor, die sich in den vergangenen Jahren manchen Herausforderungen stellen mussten.

Beke Zill

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Neuigkeiten von der Mitgliederversammlung am 15. Juni 2017:
 

Wir gratulieren herzlich Freya Böhme und Kira Rode
zu ihrem
10-jährigen Bühnenjubiläum bei den Kulturbanausen:

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Herzlichen Glückwunsch auch an Silke Bock
zu ihrem
10-jährigen Bühnenjubiläum bei der NDB Süsel:

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Ein herzliches Dankeschön an
Dieter Kühl
für seine 25-jährige Vorstandsarbeit als Kassenwart:


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Der Vorstand des Theatervereins Süsel e.V. wurde wie folgt gewählt:

Der 1. Vorsitzende Jörn Hilbrecht, der Kassenwart Dieter Kühl und die Beisitzerin Marion Rumpel wurden für weitere
2 Jahre gewählt. Silke Bock stellte sich als Beisitzerin nicht einer Wiederwahl, stattdessen wurde
Anne Henningsen einstimmig gewählt. Der 2. Vorsitzende Volker Paulsen, Silke Krellenberg als Beisitzerin und Anne Vehres als Geschäftsführerin wurden bereits auf der Mitgliederversammlung im letzten Jahr für 2 Jahre in den Vorstand gewählt.

Dies ist der aktuelle Vorstand des Theatervereins Süsel e.V:

Vorstand

von links: Jörn Hilbrecht (1. Vorsitzender), Marion Rumpel (Beisitzerin) Volker Paulsen (2ter Vorsitzender),
Anne Henningsen (Beisitzerin), Dieter Kühl (Kassenwart), Silke Krellenberg (Beisitzerin), Anne Vehres (Geschäftsführerin)



NDB Süsel spielt "Tiet to leven"

tz

 

   


Lust auf Theater ?


Unsere Kulturscheune bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Wir haben für jedes Alter etwas  zu bieten, zum Beispiel 

  • auf der Bühne im Spiel, hinter der Bühne zum Soufflieren, in der Maske, in der Inspizienz u.a.
  • Bühnenbau, Bühnenmalerei, handwerkliche Gestaltung von Requisiten u.a.
  • Technik, Beleuchtung und Ton
  • bei Vorstellungen im Tresenbereich während der Pausen oder an der Garderobe z. B.

Wir treffen uns jeden Dienstag ab 18.00 h im Theater, um anfallende Arbeiten zu erledigen. Im Anschluss daran klingt der Theatertreff mit einem gemütlichen Beisammensein aus. Schauen Sie doch mal bei uns herein oder rufen Sie uns an - Tel. 04524 - 8622 - Vehres.
Der Vorteil für Sie:      Sie erleben die Vorstellungen unserer Niederdeutschen Bühne und mehrerer Gastspiele.
Herzlich wilkommen !

 

 
 

Theater in Süsel

Seit 1988 hat sich der Vorhang in der Kulturscheune in Süsel unzählige Male geöffnet und dem Publikum Theatervorstellungen, hauptsächlich in niederdeutscher Sprache, in bunter kultureller Vielfalt geboten.

Der Theaterverein Süsel e.V. ist Eigentümer des Theaters in Süsel, welches ein besonderes Flair ausstrahlt und sowohl Zuschauer und Besucher als auch insbesondere Gastbühnen immer gern wiederkommen lässt.

Pro Jahr bietet der Spielbetrieb der Kulturscheune Süsel mit ca. 65 Veranstaltungen, überwiegend niederdeutsche Theatervorstellungen, mal Komödie, mal Lustspiel oder Schwank aber auch Dramen und Schauspiele.

mehr Infos...

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