Allgemeine  Neuigkeiten aus unserem Hause


Die Kulturscheune feiert 30-jähriges Jubiläum !

Die "Lübecker Nachrichten" veröffentlichen zu diesem Anlass eine Serie über die Entstehung und und Geschichte der Kulturscheune und berichten ausführlich über alle Bereiche des Theaters und seine ehrenamtlichen Helfer/innen.
 
  • Teil I vom 20. / 21. Jan. 2018  "Immer wieder Theater im alten Bauernhaus"
  • Teil II -folgt-
  • Teil III vom 01. März 2018 "Een hart ut Schokolad"
  •  Teil IV vom 10. März 2018 "Anne und Fritz Vehres"
  • Teil V -folgt-
  •  Teil VI vom 21. April 2018 "Seit 27 Jahren Gäste des Theaters- Ehepaar Westphal"
 
Die Plätze sieben und acht sind Ingrid (74) und Ernst-Friedrich (77) Westphal bestens vertraut.
Die Plätze sieben und acht sind Ingrid (74) und Ernst-Friedrich (77) Westphal bestens vertraut. Quelle: Foto: Beke Zill

Die 74-Jährige erinnert sich, wie sie im Dezember 1990 einen Zeitungsbericht über die Kulturscheune und ihr Angebot las. "Das hörte sich gut an", erzählt sie und schenkte sich und ihrem Ehemann Karten zu Weihnachten. Kurz nach seinem Geburtstag im Februar 1991 fuhren sie nach Süsel zu ihrer ersten Vorstellung. Auf dem Programm: Die niederdeutsche Komödie "Land in Sicht", aufgeführt von "De fidelen Süseler", die heute ein eingetragener Theaterverein sind. Eigentlich sprach das Ehepaar gar kein Plattdeutsch, Ingrid Westphals Großmutter sowie Tante und Onkel von Ernst-Friedrich Westphal waren die Einzigen in der Familie, die Platt schnackten. Niederdeutsch verstehen konnte das Ehepaar jedoch schon immer. "Auch meine Kinder können Plattdeutsch verstehen", sagt die zweifache Mutter, die mit ihren mittlerweile erwachsenen Töchtern früher Plattdeutsch lesen geübt hat.

Während die Komödie auf der Süseler Bühne aufgeführt wurde, konnten die Sierksdorfer gut folgen und amüsierten sich prächtig. "Es gefiel uns gut", sagt die gebürtige Lübeckerin. Der Eindruck sei prima gewesen, die Atmosphäre besonders. "Alles ist Eigeninitiative", sagt der 77-Jährige mit Blick auf das sehr persönliche Ambiente im Saal. Nach der Vorstellung war sich das Ehepaar einig: Sie kommen wieder. Zu Anfang sei es mit dem Ticketkauf jedoch schwierig gewesen. Westphals mussten sich in lange Schlangen stellen, um die besten Tickets zu ergattern. "Etliche hatten sich Stühle mitgebracht", sagt Ingrid Westphal rückblickend über die lange Wartezeit vor der Kulturscheune.

Kurze Zeit später führte der Theaterverein das Abo ein, mit dem sich die Sierksdorfer dann sieben Stücke in der Spielzeit anschauen konnten. Damals suchten sich die Sekretärin und der Elektromeister die Plätze sieben und acht in Stuhlreihe zwei aus, "in Reihe eins muss man doch ein bisschen hoch gucken, deshalb entschieden wir uns für die Reihe dahinter", erklärt Ingrid Westphal.

Bis heute nehmen die Dauergäste auf ihren Stammstühlen Platz, um die verschiedensten Stücke zu sehen.

Dabei wissen die leidenschaftlichen Theatergänger nie, was sie erwartet. Lieblings-Genres haben sie nicht. "Wir lassen uns immer überraschen", beschreibt Ingrid Westphal den Reiz. Es seien aber immer super Stücke dabei. Sehr genau kann sie sich an ein trauriges Stück der Preetzer Bühne erinnern. "Da waren alle ergriffen."

Meist werde jedoch leichte Kost und auch ein "bisschen Klamauk" geboten. Das mache es aus. Geändert hat sich in all den Jahren bis auf die neue Bestuhlung im Saal eigentlich nichts. Mittlerweile kennt man sich, das obligatorische Getränk in der Pause am Tresen darf dabei nicht fehlen. "Das macht es heimelig", sagt Ernst-Friedrich Westphal. Auch dass die Dauergäste Westphal eigentlich immer die Letzten sind, wird sich wohl nie ändern.

Von Beke Zill


TEIL IV der LN SERIE "30 JAHRE KULTURSCHEUNE"

Vor 42 Jahren traten Anne und Fritz Vehres in den Süseler Theaterverein ein. Bis heute ist das Ehepaar der Bühne treu geblieben - mehr noch, sie haben die Kulturscheune mit aufgebaut und gehörten seit der Gründung ihrer Vereinsstätte dem Vorstand an. Damit soll 2018 Schluss sein.
 

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Anne (69) und Fritz Vehres (71) sitzen im LN-Gespräch im Saal der Kulturscheune auf den besten Plätzen, die etwas erhöht sind.

Quelle: Fotos: Beke Zill, Hfr 

 

Süsel. Die 69-jährige Geschäftsführerin der Kulturscheune wird bei der Mitgliederversammlung im Juni nicht mehr für den Posten kandidieren. Fritz Vehres hatte sich bereits 2015 aus dem Vorstand zurückgezogen. "Für mich ist es dann auch gut", sagt Anne Vehres. Erstmals übernahm sie 1984 ein Amt, damals als Schriftführerin. Fritz Vehres hatte zu der Zeit schon lange das Spielen für sich entdeckt, führte mit den damals noch "Fidelen Süselern" im Süseler Hof plattdeutsche Stücke auf. Auf einem Kostümfest, auf dem er seine Rolle als Pater Braun so überzeugend verkörperte, "wurde ich eingefangen vom Verein". Die gemeinsame Freizeit blieb damals auf der Strecke. Ein Grund für Anne Vehres, im Verein offiziell tätig zu werden. "Ich habe mir den Job als Schriftführerin geholt", erzählt sie. Das erste Mal stand sie 1986 auf der Bühne, seit 2000 führt sie regelmäßig Regie. "Ich habe nicht so viel gespielt." Das Drumherum gefiel der Süselerin. Die gesamte Verwaltung sei ihr Metier gewesen.

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Die 80er Jahre: Fritz Vehres bei einem seiner ersten Auftritte als Theater-Schauspieler.
 

1985 wurde der Verein offiziell eingetragen -sieben Vorstandsmitglieder mussten her. Fritz Vehres übernahm den Posten des ersten Vorsitzenden. Ein Jahr später kauften die "Fidelen Süseler" für 80.000 Mark die alte Scheune und bauten sie in knapp 2 Jahren zu einer Kulturstätte mit großer Bühne um. Trotz vieler Bedenken, der mit 80.000 Mark hohen Verschuldung "war das der richtige Weg", sagen beide heute. Obwohl der Erfolg der Kulturscheune ein hartes Stück Arbeit war. "Wir hatten uns den Zwang auferlegt, das Haus mit Leben zu erfüllen", sagt Fritz Vehres. Zusammen mit den Mitgliedern riefen sie Talkrunden und das Kindertheater ins Leben.  Das Abzahlen des Kredites dabei immer im Hinterkopf. Die sieben Vorstandsmitglieder mussten sich zusammenraufen.

Eine Wende im Ticketverkauf gab es 1990, als die Idee eines Abos in die Tat umgesetzt wurde. Im ersten Jahr wurden auf Anhieb 70 Abos verkauft. Inzwischen gibt es 300 Abonnenten, die jährlich im August ihre Abo-Karten kaufen, sodass schon vor Beginn der Spielzeit Geld unter anderem für Gastauftritte vorhanden ist. 2007 brachte die Serie "Theater am Donnerstag" mit Komödien, Kabarett und Travestie-Shows nochmals neuen Schwung. Der Theaterverein Süsel e.V., der 2003 aus "De fidelen Süseler" hervorgegangen ist, schreibt inzwischen schwarze Zahlen, lädt zu jährlich etwa 70 Veranstaltungen in die Kulturscheune ein . "Wir sind stolz, dass wir uns einen Namen erarbeitet haben und den auch halten konnten", sagt Anne Vehres. Geschafft hätten sie das auch nur mit der steten starken Unterstützung der anderen Vereinsmitglieder. "Das alles ist nur möglich gewesen mit den vielen Gleichgesinnten, die alle tatkräftig mitgearbeitet haben. Wir machen das ehrenamtlich", betont sie.

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2008: Anne und Fritz Vehres gemeinsam auf der Bühne bei ihrem Lieblingsstück "Fröhstück bi Kellermann".

Ihr Hobby hat im Leben der Vehres eine große Rolle eingenommen. Das Privatleben sei dadurch jedoch oft in den Hintergrund gerückt, sagt Anne Vehres. In diesem Jahr will auch sie sich aus dem Vorstand zurückziehen. "Wir haben eine Person gefunden, die meine Position ausfüllen kann", sagt die Geschäftsführerin. Entscheidend sei, dass der Verein einen guten Besucherzuspruch habe und schwarze Zahlen schreibe.

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2014: Vor vier Jahren spielte das Ehepaar im Stück "Elisa" für das Süseler Publikum.

Der Kulturscheune bleiben beide jedoch weiterhin treu, obwohl sie erst einmal ihre Freiheit genießen. Die erste Reise für September sei schon gebucht. Ansonsten wird die 69-Jährige weiterhin den Spielplan gestalten. Ein Anliegen sei ihr auch, die Qualität des Spiels zu verbessern und die niederdeutsche Sprache am Leben zu halten. "Das liegt mir sehr am Herzen." Ihr 71-jähriger Mann werde für das ein oder andere Stück zur Verfügung stehen. Vor allem möchte er auch seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Werkeln mit dem Technik-Trupp dienstagabends, nachgehen. "Das Theater wird immer an erster Stelle stehen", sagen sie.

 

Beke Zill

TEIL III der LN SERIE "30 JAHRE KULTURSCHEUNE"

Noch einmal über die Schulter spucken, dann rauf auf die Bühne: Für die Schauspieler des Theatervereins Süsel stand die Generalprobe vor der Premiere des niederdeutschen Stücks "Een hart ut Schokolad" in der Kulturscheune an. Bevor sich der Vorhang öffnete, war aber nicht nur das Ensemble nervös.

Detlef Storm alias Chocolatier Heinrich Söte bekommt Besuch von vielen "Bewerberinnen" - gespielt von Silke Krellenberg.

Quelle: Foto: Beke Zill

Detlef Storm alias Chocolatier Heinrich Söte bekommt Besuch von vielen ?Bewerberinnen? ? gespielt von Silke Krellenberg.

 

Süsel. Regisseurin Silke Bock saß kurz vor der letzten Probe gedankenverloren in ihrem Sessel im Gemeinschaftsraum im ersten Stock der Kulturscheune. Auch für sie ganz persönlich ist es heute, wenn um 19.30 Uhr die Besucher der Premiere entgegenfiebern, ein Debüt. "Das erste Mal führe ich bei einem Erwachsenen-Stück Regie", erklärt Bock, die seit zehn Jahren bei den Nachwuchs-Theaterschauspielern die Verantwortung für die Stücke trägt. Seit zwei Monaten wird für die kurzweilige, etwa zweistündige Komödie in vier Akten, drei Mal die Woche geübt. "Es ist ein modernes Stück, es geht um Online-Dating", sagt sie. Chocolatier Heinrich Söte hat seinen Geschmackssinn verloren, seitdem ihn seine Frau verlassen hat. Der Arzt Ludwig Mager und Praktikant Patrick Rotensen wollen ihm helfen, nicht nur seinen Laden, sondern auch sein Herz zu retten. Heimlich wird eine Kontaktanzeige im Internet geschaltet. Gleichzeitig sucht der Ladeninhaber über eine Zeitungsannonce eine weibliche Aushilfe. Das Chaos ist perfekt.

Elf Aufführungen

Die Komödie "Een Hart ut Schokolad" feiert heute um 19.30 Uhr in der Kulturscheune Süsel Premiere. Weitere Termine: 3., 4., 23., 24., 25. und 28. März, 21., 27., 28. und 29. April.

Karten gibt es unter www.theater-suesel.de, unter Telefon 04524/ 13 79 und an der Abendkasse.

Ob das Stück voller Missverständnisse ankommt, wird sich schon am Abend zeigen: Etwa 20 Vereinsmitglieder haben sich bereits im Saal eingefunden, um die Probe zu verfolgen. Silke Bock hofft, dass sich die Übungszeit, Änderungen und die Absprachen gelohnt haben. "Jetzt kann man sowieso nicht mehr viel machen."

Um Silke Bock herum warten die vier Schauspieler, dass es endlich losgeht. "Die Anspannung ist da. Wenn das nicht ist, fehlt etwas", sagt Volker Paulsen alias Ludwig Mager. Auch Silke Krellenberg, die sich noch die blonde Perücke vor dem Spiegel zurechtrückt, ist aufgeregt. "Die Generalprobe ist noch viel schlimmer als die Premiere, weil jetzt nur Theaterleute zugucken. Die sind sehr kritisch und gucken anders hin", erklärt Krellenberg, die gleich sechs unterschiedliche weibliche Charaktere verkörpern muss. "Ich bin die Frauen", scherzt sie. Detlef Storm (Heinrich Söte) atmet nochmal tief durch, Paul Krellenberg (Patrick Rotensen) zupft seinen Anzug zurecht und dann macht sich das Quartett auf zur Bühne. Darauf haben sie hingearbeitet. "Es ist ein toller Moment, wenn endlich Zuschauer da sind", sagt Paulsen.

Beke Zill

TEIL I der LN Serie "30 Jahre Kulturscheune"

Mit der "Süseler Liedertafel" von 1857 kam das Theater in den Ort. Bis heute, also 161 Jahre später, spielen Niederdeutsche Komödien, Dramen und Co. eine wichtige Rolle in Süsel. Die Bühne dafür liefert seit 1988 die Kulturscheune. Das Zuhause des Theatervereins feiert nun 30-jähriges Bestehen.

Theaterverein-Geschäftsführerin Anne Vehres (69) schaut sich ein Album mit alten Fotos der Niederdeutschen Bühne Süsel an.

Theaterverein-Geschäftsführerin Anne Vehres (69) schaut sich ein Album mit alten Fotos der Niederdeutschen Bühne Süsel an.

 

Süsel. Am 3. Juni 1988 wurde der ehemalige Bauernhof eingeweiht. Knapp zwei Jahre lang bauten "De fidelen Süseler", wie sie damals noch hießen, das Gebäude in Eigenregie um. Vorher trafen sich die Theaterspieler im Gasthof, ehe der 1983 für die Süseler nicht mehr zur Verfügung stand. Nachdem der Verein zwei Jahre lang in Garagen, Ferienwohnungen und Hinterhöfen probte, konnte er die ehemals landwirtschaftlich genutzte Scheune dann im Jahre 1985 für 80.000 D-Mark kaufen. In die anschließende Renovierung flossen zwar Fördermittel von Bund, Land und Gemeinde, dennoch mussten die engagierten Ehrenamtler einen Kredit über 80.000 D-Mark aufnehmen.

Mit der "Süseler Liedertafel" von 1857 kam das Theater in den Ort. Bis heute, also 161 Jahre später, spielen Niederdeutsche Komödien, Dramen und Co. eine wichtige Rolle in Süsel. Die Bühne dafür liefert seit 1988 die Kulturscheune. Das Zuhause des Theatervereins feiert nun 30-jähriges Bestehen.

Historie

1974 gründeten sich "De fidelen Süseler", seit 1985 sind sie ein eingetragener Verein.

1988 wurde die Kulturscheune Süsel nach knapp zwei Jahren Renovierung eingeweiht.

2003 hießen "De fidelen Süseler" dann offiziell Theaterverein Süsel e.V.

160 Mitglieder hat der Theaterverein aktuell.


 

Dorfbewohner feiern die Eröffnung

Die heutige Geschäftsführerin des Theatervereins Süsel, Anne Vehres, erinnert sich noch an die skeptischen Blicke der Dorfbewohner während der Umbauphase, die am Ende aber eines Besseren belehrt wurden. "Wir haben es geschafft", sagt die 69-Jährige. Zu Ehren der Eröffnung wurde sogar ein dreitägiges Volksfest in Süsel gefeiert. Zusammen mit ihrem Mann Fritz ist Anne Vehres seit 1980 der Niederdeutschen Bühne Süsel verfallen. Fritz Vehres, der 30 Jahre lang Vorsitzender war, gehört auch heute noch zum Ensemble, während sie in vielen Stücken Regie führt, die Spielpläne aufstellt und sich um die Organisation kümmert.

Wenn Anne Vehres auf 30 Jahre Kulturscheune zurückblickt, "fühlt sich das schon lange an. Eine Zeit, in der so manches gelaufen ist." Aber das Schönste ist, dass sie immer noch in der Lage seien, das Haus mit Leben zu füllen. Das war in den Anfängen schwierig. Nach der Fertigstellung "ging's ja dann erst los". Die Schauspieler begannen eher lustige Stücke einzustudieren, organisierten Talkshows op Platt und versuchten so, das Publikum anzulocken. "Es sollte ja Geld reinkommen", so Vehres. Das erste Stück nannte sich "Moral in Müggenhausen" und wurde im Frühjahr 1988 aufgeführt.
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Damals war die Scheune noch nicht ganz fertig, die Zuschauer mussten im Rohbau auf Klappstühlen sitzen. Es sei stramme Arbeit, aber auch eine schöne Zeit gewesen. Von Beginn an, immer um Weihnachten, stand auch die Kindergruppe auf der Bühne. Noch heute gibt es die junge Süseler Theater-Truppe, die Kulturbanausen.

"De fidelen Süseler", die seit 1985 ein eingetragener Verein mit sieben Vorstandsmitgliedern waren, lösten eine Kultur-Euphorie nicht nur im Dorf, sondern in der ganzen Umgebung aus. Der Verein hatte zum Start direkt 124 Mitglieder, "in der Spitze sogar 320", erzählt die gelernte Bankkauffrau. Gastbühnen spielten in Süsel, die Lokalmatadoren selbst erfreuten die Zuschauer mit zwei bis drei Stücken pro Jahr. Über 35 Darsteller probten damals. "Das war zuerst alles Neuland für uns, im Laufe der Jahre haben wir uns aber etabliert." Zurzeit seien sie 20 Spieler.

Stars und Städtische Bühnen spielen in Süsel Theater

Die Kulturscheune machte schnell von sich reden. Der 2016 verstorbene Liedermacher Knut Kiesewetter trat dort auf, die städtischen Bühnen aus Wismar, Kiel und Lübeck ebenfalls. "Sie schätzen die Atmosphäre", erklärt Vehres die Beliebtheit. Von Gästen erlebte Anne Vehres auch die wohl beste Vorstellung in der Scheune. Das war in den 90er Jahren. "Die Hamburger Stadtmusikatzen  haben damals 5.000 D-Mark Gage gekostet, ich weiß nicht, welcher Teufel mich da geritten hat", sagt Vehres und lacht. Aber es sei wirklich toll gewesen. Generell habe sie in der Auswahl der Stücke immer eine glückliche Hand gehabt.

Die Süseler mussten sich im Laufe der Zeit auch immer etwas Neues einfallen lassen, um Geld in die Kasse fließen zu lassen. "1990 haben wir ein Abo ins Leben gerufen", berichtet das Vorstandsmitglied. Von anfangs 70 Abonnenten stieg die Zahl drei Jahre später auf 270. Heute sind es 320 Abonnenten in vier verschiedenen Programmen. Vor acht Jahren wurde zudem das "Theater am Donnerstag" mit Comedy, Kabarett und Musik auf Hochdeutsch ins Leben gerufen, das sehr gut angenommen wird. Seit zwei Jahren gibt es online unter www.theater-suesel.de Karten im Vorverkauf. " Wir versuchen, am Ball der Zeit zu sein."

In den vergangenen 30 Jahren sei vieles rund gelaufen. Eines der Geheimrezepte: Der Theaterverein Süsel, der 2003 aus "De fidelen Süseler" hervorgegangen ist, habe immer sehr viel Wert auf Qualität der Stücke gelegt. Auch deshalb füllen die Süseler Spieler bis heute ihre Kulturscheune. "Theater ist unser Leben."

Im zweiten Teil der Serie stellen wir die Techniker des Vereins vor, die sich in den vergangenen Jahren manchen Herausforderungen stellen mussten.

Beke Zill

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Neuigkeiten von der Mitgliederversammlung am 15. Juni 2017:
 

Wir gratulieren herzlich Freya Böhme und Kira Rode
zu ihrem
10-jährigen Bühnenjubiläum bei den Kulturbanausen:

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Herzlichen Glückwunsch auch an Silke Bock
zu ihrem
10-jährigen Bühnenjubiläum bei der NDB Süsel:

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Ein herzliches Dankeschön an
Dieter Kühl
für seine 25-jährige Vorstandsarbeit als Kassenwart:


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Der Vorstand des Theatervereins Süsel e.V. wurde wie folgt gewählt:

Der 1. Vorsitzende Jörn Hilbrecht, der Kassenwart Dieter Kühl und die Beisitzerin Marion Rumpel wurden für weitere
2 Jahre gewählt. Silke Bock stellte sich als Beisitzerin nicht einer Wiederwahl, stattdessen wurde
Anne Henningsen einstimmig gewählt. Der 2. Vorsitzende Volker Paulsen, Silke Krellenberg als Beisitzerin und Anne Vehres als Geschäftsführerin wurden bereits auf der Mitgliederversammlung im letzten Jahr für 2 Jahre in den Vorstand gewählt.

Dies ist der aktuelle Vorstand des Theatervereins Süsel e.V:

Vorstand

von links: Jörn Hilbrecht (1. Vorsitzender), Marion Rumpel (Beisitzerin) Volker Paulsen (2ter Vorsitzender),
Anne Henningsen (Beisitzerin), Dieter Kühl (Kassenwart), Silke Krellenberg (Beisitzerin), Anne Vehres (Geschäftsführerin)



NDB Süsel spielt "Tiet to leven"

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Lust auf Theater ?


Unsere Kulturscheune bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Wir haben für jedes Alter etwas  zu bieten, zum Beispiel 

  • auf der Bühne im Spiel, hinter der Bühne zum Soufflieren, in der Maske, in der Inspizienz u.a.
  • Bühnenbau, Bühnenmalerei, handwerkliche Gestaltung von Requisiten u.a.
  • Technik, Beleuchtung und Ton
  • bei Vorstellungen im Tresenbereich während der Pausen oder an der Garderobe z. B.

Wir treffen uns jeden Dienstag ab 18.00 h im Theater, um anfallende Arbeiten zu erledigen. Im Anschluss daran klingt der Theatertreff mit einem gemütlichen Beisammensein aus. Schauen Sie doch mal bei uns herein oder rufen Sie uns an - Tel. 04524 - 8622 - Vehres.
Der Vorteil für Sie:      Sie erleben die Vorstellungen unserer Niederdeutschen Bühne und mehrerer Gastspiele.
Herzlich wilkommen !

 


 
 

Theater in Süsel

Seit 1988 hat sich der Vorhang in der Kulturscheune in Süsel unzählige Male geöffnet und dem Publikum Theatervorstellungen, hauptsächlich in niederdeutscher Sprache, in bunter kultureller Vielfalt geboten.

Der Theaterverein Süsel e.V. ist Eigentümer des Theaters in Süsel, welches ein besonderes Flair ausstrahlt und sowohl Zuschauer und Besucher als auch insbesondere Gastbühnen immer gern wiederkommen lässt.

Pro Jahr bietet der Spielbetrieb der Kulturscheune Süsel mit ca. 65 Veranstaltungen, überwiegend niederdeutsche Theatervorstellungen, mal Komödie, mal Lustspiel oder Schwank aber auch Dramen und Schauspiele.

mehr Infos...

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